Aus der Forschung
2026
Forschung auf Augenhöhe im Amazonas
Zwei Forschende der Universität Zürich haben im Urwald Kolumbiens eine bisher unbekannte Palmenart entdeckt und beschrieben. In enger Zusammenarbeit mit der indigenen Gemeinschaft vor Ort kartographierten sie deren Vorkommen und unterzogen ihre Studie einem lokalen Peer-Review-Prozess.
Klimaerwärmung lässt Anbauflächen global schrumpfen
Mit steigenden Temperaturen schrumpfen die Anbauflächen vieler wichtiger Nutzpflanzen wie Weizen, Mais oder Kartoffeln. Besonders betroffen sind die Subtropen. Scrollen Sie durch animierte Diagramme und interaktive Karten im Artikel, die das Ausmass des Rückganges in verschiedenen Klimaszenarien zeigen.
Pflanzenschutzmittel beeinträchtigen Bodenleben und Biodiversität erheblich
70 Prozent der Böden in Europa sind mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Die Auswirkungen auf das Bodenleben sind erheblich, da Pflanzenschutzmittel verschiedene nützliche Bodenorganismen beeinträchtigen. Dies zeigt eine europaweite Studie unter Co-Leitung der Universität Zürich. Um die Biodiversität der Böden zu schützen, sollten die Ergebnisse in aktuellen Pflanzenschutzmittelvorschriften berücksichtigt werden.
Wie sich Weizen erfolgreich gegen Pilze wehrt
Getreide verfügt über natürliche Resistenzen gegen krankheitserregende Pilze, die aber zum Beispiel der Mehltau überwinden kann. Ein Team der Universität Zürich hat nun einen neuen Mechanismus entdeckt, mit dem Mehltau das Immunsystem von Weizen austrickst. Dies öffnet die Tür für die gezielte Entwicklung von Sorten mit weniger Resistenzdurchbrüchen.
Pflanzenschutzmittel beeinträchtigen Bodenleben und Biodiversität erheblich
70 Prozent der Böden in Europa sind mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Die Auswirkungen auf das Bodenleben sind erheblich, da Pflanzenschutzmittel verschiedene nützliche Bodenorganismen beeinträchtigen. Dies zeigt eine europaweite Studie unter Co-Leitung der Universität Zürich. Um die Biodiversität der Böden zu schützen, sollten die Ergebnisse in aktuellen Pflanzenschutzmittelvorschriften berücksichtigt werden.
2025
Schweizer Virusgenom der Spanischen Grippe entschlüsselt
Forschende der Universitäten Basel und Zürich konnten anhand eines historischen Präparats der medizinischen Sammlung der UZH erstmals das Virusgenom der Grippepandemie von 1918-1920 in der Schweiz bestimmen. Gemäss der Erbinformation zeigt dieses Virus bereits zu Beginn der weltweit tödlichsten Influenzapandemie Schlüsselanpassungen an den menschlichen Wirt.
Pflanzenbiologin erhält Preis für Immunforschung
Die Pflanzenbiologin Dr. Jana Ordon forscht an Immunreaktionen von Pflanzen. Dafür wird sie von «Swiss L’Oréal – UNESCO For Women in Science» ausgezeichnet. Im Interview spricht die Postdoktorandin über ihre Forschung und darüber, was ihr der Preis bedeutet.
Wie komplexes Leben entstanden ist
Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen bestehen aus eukaryotischen Zellen. Diese haben
sich in der Entwicklung des Lebens erst spät gebildet. Das Team des Evolutionsbiologen
Jordi Bascompte hat herausgefunden, wie die ersten komplexen Lebewesen entstehen
und sich weiterentwickeln konnten.
Verwundeter Regenwald
Mit Satellitendaten kann Alexander Damm-Reiser Biodiversität, Ökosysteme und Umweltschäden analysieren und in Bilder fassen. Damit lässt sich unter anderem objektiv und unabhängig der ökologische Fussabdruck von Unternehmen bewerten.
Pilzresistenz bei Weizen: Biodiversität ist zentral für Ernährungssicherheit
Gelbrost, eine der meistverbreiteten Pilzerkrankungen, ist eine Bedrohung für den weltweiten Weizenanbau. Forschende der Universität Zürich haben in traditionellen asiatischen Weizensorten Genregionen gefunden, die eine Resistenz gegen den Pilz verleihen. Diese könnten als dauerhafte Quelle für Gelbrostresistenz in kommerziellen Sorten dienen und so zur Ernährungssicherheit beitragen.
Doppelbeziehung mit zwei Pilzen macht Bäume fitter
Gehen Bäume und Bodenpilze eine enge Beziehung ein, profitieren beide Partner. Viele Baumarten haben diese Kooperation noch verbessert: eine gleichzeitige Symbiose mit zwei unterschiedlichen Gruppen von Mykorrhiza-Pilzen. Diese Bäume kommen besser mit Wasser- und Nährstoffmangel zurecht – wichtige Eigenschaften für die Waldwirtschaft angesichts der Klimaerwärmung.
Studierende entwickeln Bakterium für Pflanzenschutz
Modifizierte Bakterien können Pflanzen gegen negative Umwelteinflüsse schützen. Für den weltweiten Wettbewerb für synthetische Biologie iGEM hat ein Team von Biologie- und Biomedizin-Studierenden der UZH ein solches Bakterium entwickelt. Es wurde dafür mit dem Preis für den «Best Sustainable Development Impact» ausgezeichnet.
Neue Entdeckung: Wie Kieselalgen CO₂ so effektiv binden können
Winzige Kieselalgen im Ozean sind Meister darin, Kohlendioxid (CO₂) aus der Umwelt zu binden. Sie speichern bis zu 20 Prozent des CO₂ auf der Erde. Das Team von Prof. Ben Engel am Biozentrum der Universität Basel hat nun in genau diesen Algen eine Proteinhülle entdeckt, die für eine effiziente CO₂-Fixierung sorgen. Diese grundlegende Entdeckung kann neue Ideen für biotechnische Ansätze liefern, um so das CO₂ in der Atmosphäre zu reduzieren.